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Philipp Hochmair

Philipp Hochmair

Der Hagestolz von Adalbert Stifter
Philipp Hochmair3_c_Stephan Brückler
26
Mai

Ort

Sommerarena Baden

Datum

26. Mai 2026

Uhrzeit

19:30 Uhr

Der Hagestolz mit Philipp Hochmair 

Begleitet von den Österreichischen Salonisten 

 

 

Der beliebte Schauspieler und Jedermann-Darsteller Philipp Hochmair gestaltet mit grandioser, theatralischer Ausdrucksfähigkeit einen Abend, der Literatur und Musik eng miteinander verzahnt: Er liest aus Adalbert Stifters Erzählung „Der Hagestolz“ und führt dabei durch Stifters Landschaftsbilder ebenso wie durch das Spannungsfeld zwischen Jugend und Alter, Nähe und Einsamkeit. Zwischen den Textpassagen setzen die Österreichischen Salonisten musikalische Akzente mit eigens arrangierten Auszügen aus Werken Anton Bruckners  – in einer ungewöhnlichen Kammerbesetzung mit Violine, Bajan (Akkordeon), Violoncello und Kontrabass. So entsteht ein fließender Dialog aus Wort und Klang, der Stifters Erzählung neue Perspektiven öffnet und den Abend als konzentriertes „Wortklang“-Erlebnis erlebbar macht. Überzeugend und intensiv! 

 

Ein Abend mit den zwei Giganten der oberösterreichischen Kultur: Stifter & Bruckner 

 

Besetzung: 

Philipp Hochmair – Stimme 

Peter Gillmayr — Violine 

Andrej Serkov — Bajan 

Judith Bik — Violoncello
Alvin Staple — Kontrabass 

 

Zum Inhalt: 

Beider scheinbare Weltfremdheit, aber u.a. auch Liebe zur Natur werden in Text und Musik eingefangen und behutsam in Beziehung gesetzt. Stifters „Hagestolz“ mit seinem Gegensatz von Jugend und Alter begegnen die Salonisten mit Bearbeitungen von Bruckners Frühwerken bis zu seinen späten Sinfonien. 

„Ein junger Mann macht sich auf den Weg. Freudig, begeistert. Das Leben steht vor ihm, öffnet sich hoffnungsvoll; bereit, sich aufschlagen zu lassen wie die Seiten eines Buches. Aufgewachsen bei einer Ziehmutter, eingebettet in Zuneigung und Liebe, sucht Victor, die jugendliche Hauptfigur in Stifters „Hagestolz“ das Geheimniseiner Familiengeschichte zu ergründen und macht sich zum Oheim auf. Dort begegnet ihm ein verbitterter, hagerer alter Mann, der sich auf einer einsamen Insel vor der Welt, vor Liebe und Zuneigung verschlossen hat. Er behält Victor bei sich, einem Gefangenen gleich, testet ihn, prüft seine Herzensbildung, versucht, seine Liebe zu gewinnen. Alt trifft auf jung, Offenheit auf Verschlossenheit, Freude auf Verbitterung … Größer könnten die Gegensätze nicht sein, die Stifter in seiner Erzählung ausbreitet und damit die großen, existenziellen Fragen des Lebens aufgreift. Eine faszinierende Figur, eine tragische Existenz voller Geheimnis und Tiefgang ist dieser Hagestolz, der es lohnt, die großen Lebensfragen Stifters nach Sinn, Freude und Zielen im Leben auch in unserer Zeit neu zu. 

 

Arrangements: Evelyn Klaunzer